Wunderfinder beim Brotagonisten Wendl


„Das war ein toller Tag!“ zufrieden und satt sitzen die Wunderfinder auf dem Rückweg im Reisebus. Die kleine C. knabbert versonnen an ihrem Baguette, P. will seine frisch gebackene Brotstange aufheben und seiner Familie mitbringen.

Die Wunderfinder aus dem Ernährungsprojekt „Die Wunderfinder machen mhmm“ haben heute der Bäckerei Wendl über die Schultern bzw. in die Backstube geschaut. Genauer in die Konditorei, wo nachmittags noch fleißig Buttercreme auf Himbeerkuchen aufgebracht wird, in die Teig-Produktion, in der tagsüber der Teig für die betriebsame Nachtschicht vorbereitet wird, und in die Verkaufsfiliale in der Markkleeberger Zentrale.

50.000 Brötchen werden dort von den fleißigen Bäckerinnen und Bäckern nachts gebacken, bis um 5 Uhr morgens wird das Backwerk abgeholt und in die 48 Filialen in Leipzig-Stadt und Umland ausgeliefert. Wo die Kisten für die Lieferungen lagern, wieviele große Maschinen zum Teig kneten oder Blätterteig auswalzen benötigt werden, aber auch wieviel Handarbeit trotz technischer Unterstützung immernoch in den Backwaren der Firma Wendl steckt und wieviele gute Zutaten, können die Wunderfinder und ihre PatInnen hautnah erleben. Und dass das große Vorratslager gerade mal für drei Betriebstage reicht, ehe es nachgefüllt werden muss, erstaunt angesichts riesiger Mehlsackmengen nicht nur die kleinen Gäste.

Ein echtes Highlight ist, dass die Kinder in der Konditorei selbst mitarbeiten dürfen. Etliche große Bleche mit Törtchen und Kuchen dürfen sie mit Buttercreme, Schokoröllchen, Haselnüssen und Mandelsplittern verzieren. Mit erstaunlicher Disziplin und Ausdauer wird die verführerisch duftende Patisserie in Szene gesetzt. Die Mitarbeitenden erklären freundlich und geduldig, wie ein Spritztüte zu verwenden ist und beantworten nebenbei auch noch viele interessierten Nachfragen.

Im Anschluss darf dann auch gekostet werden und alle bekommen von Frau Stobernack, die die Führung leitet, ein veganes Mundbrötchen. Ihr Kollege Herr Becker ist nicht nur der tägliche Chef-Vorkoster aller Wendl-Produktsorten, ehe diese morgens das Haus verlassen, er entwickelt auch neue Rezepte. Ein potentielles neues Baguette für das Sortiment ist gerade im Testlauf und besteht bei den Wunderfindern absolut den Geschmackstest.

Zuguterletzt bekommen alle Kinder noch eine eigene Urkunde und dürfen auch die kleinen Backschürzen als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Aber die intensivste Erinnerung für die Kinder ist wohl, einmal richtig in einem Betrieb mitgearbeitet und die dort tätigen Menschen und ihr Arbeitsumfeld erlebt zu haben – das hinterlässt den tiefsten Eindruck und wer weiß, ob nicht der/die ein oder andere Konditormeister oder Bäckerin an diesem spannenden und leckeren Nachmittag auf den Berufswunsch gekommen ist.

Vielen Dank an die Firma Wendl für diese großartige Möglichkeit, ein Leipziger Unternehmen kennenzulernen und an das Team vor Ort für die tolle Führung, Geduld und freundliche Atmosphäre. Wir freuen uns, einmal wieder zu kommen und bei Gelegenheit den neuen Baguette-Prototypen in den Auslagen zu entdecken.

Außerdem danken wir sehr herzlich dem Meilensteine e.V. für die Organisation des Bustransfers für die Ausflüge ins Umland im Rahmen von „Die Wunderfinder machen mhmm„. Vielen Dank!

Für die tollen Fotos danken wir unserem ehrenamtlichen Fotografen Winfried Kurtzke.

Und ohne Frau Dr. Beate Schuhr, die „Die Wunderfinder machen mhmm“ angeregt und ersonnen hat und bereits im zweiten Jahr ehrenamtlich die Projektorganisation mit übernommen hat, wäre all dies gar nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank, liebe Beate!

Herr Becker erläutert die große Blätterteigmaschine
Dekorieren von Törtchen in der Konditorei
Meditatives Arbeiten
So funktioniert das mit der Buttercreme im Spritzbeutel
Das klappt doch schon ganz gut!
Endlich, es darf auch gekostet werden
Zuschauen mitten im Betrieb – hochinteressant.
Was für ein toller Einblick in ein spannendes Unternehmen! Vielen Dank