Mach dir einen Reim drauf – Dérive mit August Bebel und Greta Taubert


 

Poster Derive August Bebel

Die Königinnen der Straßen fanden ohne Eile im Gebüsch versteckte bunte Pfeile

„Wir gehen heute verloren!“ kündigt Greta Taubert den aufgeregt herum wuselnden Wunderfindern am August-Bebel-Hort ihre erste Wundertour an. „Die Straßen und Plätze rund um Eure Schule kennt ihr ja bestimmt. Aber heute laufen wir mal ohne Ziel los und unsere Aufgaben ziehen wir aus diesem Stapel Spielkarten. Die Richtung bestimmt dieses Gerät hier…was ist denn das?“ Jemand erkennt den Kompass. „Jeder aus eurem Team übernimmt eine Aufgabe: einer zeichnet auf einer Karte ein, wo ihr langgeht, einer fotografiert, wenn ihr eure Spielaufgaben löst, einer zeichnet, ihr könnt reimen und Gegenstände sammeln.“ Die Autorin ist heute mit den Wunderfindern unterwegs in ihrer Eigenschaft als Drifterin. Der Drift oder Dérive, ein in den 1960er Jahren entstandenes Konzept französischer Aktionskünstler, will den urbanen Raum neu erobern. Es geht darum, in den gewohnten Strukturen neue Wege und Wunder zu finden, überhaupt das Wundern wieder zu zu lassen. Perfekt für die Wunderfinder, dachten wir und haben Greta Taubert eingeladen, mit den Kindern der August-Bebel-Schule und ihren Patinnen driften zu gehen. Ein aufregender Nachmittag voller Überraschungen wurde das: eingefangene Sonnen, Königinnen der Straße, Sandmänner, dunkle Höhlen, eklige Käfer, tiefer Efeu, acht-eckige Sonnenlöcher, fantastische Spiegel und Risse im Asphalt – was gab es da nicht alles zu entdecken!

Die Fundstücke aus den Wundertüten wurden anderntags zu prachtvollen Karten zusammen geführt und sind hier in Auschnitten zu bewundern: