Die Wunderfinder zu Gast in einem der schönsten Bahnhöfe Europas


Im März 2026 gingen die Wunderfinder gemeinsam mit ihren ehrenamtlichen Patinnen oder Paten auf Wundertour in den Leipziger Hauptbahnhof. Bei einer Führung mit Centermanager Thomas Oehme erfuhren die Kinder Spannendes zur Geschichte des Leipziger Bahnhofs und konnten danach aktiv den Hauptbahnhof entdecken. Die Dampflok und der „fliegende Zug“ auf dem Museumsgleis und der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche historische Posttunnel unterhalb der Gleise sorgten für unzählige Fragen der quirligen EntdeckerInnen und einen interessanten Nachmittag.

Empfang durch den Center Manager / Foto: Daniel Reiche
Empfang durch den Center Manager Thomas Oehme / Foto: Daniel Reiche

Wer kennt ihn nicht – den Leipziger Hauptbahnhof, ein Riese aus Stein am Promenadenring gelegen. Doch was steckt eigentlich hinter den bunten Schaufenstern und belebten Bahnsteigen? Das wollten die Wunderfinder herausfinden. Mit ihren BildungspatInnen machte sich die Gruppe von der Grundschule am Rabet auf den Weg und wurden vom Center Manager Thomas Oehme persönlich empfangen.


Geschichte auf großer Leinwand

Der Startschuss fiel im Hauptgebäude: Historische Fotos und eine Präsentation führten die Gruppe durch die bewegte Geschichte des Bahnhofs – von der Eröffnung bis zur spektakulären Sanierung in den 1990er Jahren. Bei Getränken und Snacks wurden erste Fragen gestellt, eifrig diskutiert und gestaunt. Der Center Manager beantwortete alles mit Begeisterung – und die Kinder hatten reichlich Stoff zum Staunen.

Wunderfinder bei der Führung im Leipziger Hauptbahnhof / Foto: Daniel Reiche
Präsentation wissenswerter Fakten zum Leipziger Hauptbahnhof / Foto: Daniel Reiche
Bei der Führung im Leipziger Hauptbahnhof / Foto: Daniel Reiche

Museumsgleis, Posttunnel & verborgene Schätze

Dann ging es auf Erkundungstour – auch zu Orten, die für normale Reisende nicht zugänglich sind. Auf dem Museumsgleis warteten historische Waggons, die man anfassen, bestaunen und in denen man sich in vergangene Zeiten des Bahnreisens hineinversetzen konnte. Ganz anders die Atmosphäre im alten Posttunnel: kühl, hallig und irgendwie geheimnisvoll. Früher sausten hier Pakete und Briefe in Säcken zu den Zügen bzw. gen Postamt neben dem Bahnhof. Faszinierend, was in einem Bahnhof so alles drinsteckt.

Bei der Führung im Leipziger Hauptbahnhof / Foto: Daniel Reiche

Im Historischen Posttunnel / Foto: Daniel Reiche

Fakten, die die Wunderfinder staunen ließen

Der Bahnhof war auch früher viel mehr als nur ein Knotenpunkt für Züge. Ein paar Highlights:

🎬 Es gab noch bis in DDR-Zeiten ein sogenanntes „Zeit-Kino“, das als Wartesaal fungierte. Wer früher auf seinen Zug wartete, konnte sich die Zeit mit einem Kurzfilm vertreiben – direkt im Bahnhof.

🧒 Kindergarten im Bahnhof: Die Kinder des Bahnhofspersonals wurden in einem eigenen Kindergarten direkt in den Hallen betreut.

🏋️ Sporthalle unterm Dach Sport und Bahn? Passt! In den Bahnhofshallen gab es eine vollwertige Sporthalle für die Belegschaft.

🏛️ 2 Jahre – komplett saniert Ende der 1990er wurde der Bahnhof in nur zwei Jahren vollständig erneuert. Heute gilt er als einer der schönsten in Europa.


Ein Wunderort, ganz alltäglich und ganz besonders

Der Ausflug zum Hauptbahnhof wurde zu einer echten Entdeckungsreise. Die Wunderfinder-Kinder und ihre BildungspatInnen kehrten mit vielen Eindrücken zurück – dank eines begeisterten Gastgebers, verborgener Orte und einer Geschichte, die viel größer ist als die Summe ihrer Gleise.

Wir danken Thomas Oehme und seinem Team für den freundlichen Empfang und informativen Nachmittag sowie Daniel Reiche für die fantastische fotografische Begleitung.

 Wunderfinder bei der Führung im Leipziger Hauptbahnhof / Foto: Daniel Reiche
Wunderfinder-Programmleiterin Trendela Braun bei der Führung im Leipziger Hauptbahnhof / Foto: Daniel Reiche